Der junge, heranwachsende Ridgeback (bis ca. 2-3 Jahre) zeigt eine Tendenz zu
Überschwänglichkeit und Ungezogenheit, ja fast Rüpelhaftigkeit, welche den
wahren Charakter des erwachsenen Hundes nicht erkennen lässt. In den ersten
Monaten ist es für den neuen Ridgeback-Halter wichtig, einfühlsam aber bestimmt
seine Dominanz klarzustellen. Der Ridgeback ist sehr stark und nachhaltig durch
Umwelteinflüsse und Erziehungsmaßnahmen beeindruckbar und nennt ein geradezu
"elefantöses" Gedächtnis sein eigen. Er spricht daher sehr gut auf Konsequenz,
Lob und Schmeicheln an, andererseits ist er durch falsche Behandlung oder
negative Erlebnisse auch leicht zu verunsichern. Mit einem starken Willen
ausgestattet, kann er durch undosierte Härte, nicht verständliche Schärfe und
gar Schläge nie unterwürfig gemacht werden; im Gegenteil, er wird bockig und
aggressiv. Die besten Ergebnisse bei Erziehung und Training erzielt man durch
freundliche Motivation und Geduld...

Als Begleiter und Freund hängt der Ridgeback in unwandelbarer Treue und Liebe an
seiner Familie, welche Menschen, Haustiere und Hof umfasst. Oft schließt er sich
einer Person besonders eng an, der er seine spezielle liebevolle Verbundenheit
angedeihen lässt. Es heißt, dass man einen Ridgeback nicht besitzt, sondern von
ihm besessen wird. Aus diesem Grund ist er ein hervorragender Wächter und
Beschützer seiner Familie.

Rhodesian Ridgebacks bellen selten ohne Grund und nur gerade soviel, wie nötig
ist, um vor Gefahr zu warnen. Diese Eigenschaft, gepaart mit seiner gelassenen
Lebenseinstellung, ist trügerisch, denn der scheinbar unbewegliche, faule Hund,
der stundenlang - am liebsten auf dem Sofa oder im Bett - schläft, kann sich
blitzartig in einen unbestechlichen Beschützer verwandeln.

Fremden gegenüber verhält er sich reserviert. Bekannte der Familie werden zwar
begrüßt, aber eher zurückhaltend behandelt. Eine überschwängliche, ungestüme
Begrüßung wird nur den "Lieblingsleuten" zuteil, wobei ein Ridgeback einen
Freund nie vergisst, auch nicht nach jahrelanger Trennung.

Seine Haltung gegenüber Kindern ist sehr unterschiedlich. Wie bei jedem Hund
kommt es hierbei sehr auf die Erfahrungen in seiner Welpen- und Jugendzeit an.
Hat er wenig oder schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht, ist er ihnen
gegenüber gleichgültig oder auch ausweichend. Hat er Kinder schon früh kennen
gelernt und verbindet positive Erlebnisse mit ihnen, reagiert er bisweilen mit
aufdringlicher Zuneigung. Sind Kinder und Hunde zusammen, muss grundsätzlich ein
Erwachsener anwesend sein, um die Kinder im Umgang mit dem Hund anzuleiten und
ihnen das Verhalten des Hundes zu erklären. Erst ältere Kinder, die im Umgang
mit Hunden erfahren sind, darf man mit einem Hund, der ebenfalls erfahren mit
Kindern ist, auch mal allein lassen. Die Verantwortung trägt immer der
Erwachsene. Gefahr von einem Ridgeback droht aber eher von seiner Größe und
Kraft, die er im ausgelassenen Spiel mit Menschen (Kindern oder Erwachsenen)
nicht immer unter Kontrolle hat. Ein Ridgeback (wie jeder Hund) sollte nicht als
Spielzeug betrachtet werden, sondern als vollwertige, selbständige
Persönlichkeit mit eigenen Rechten respektiert werden.

 

 

Quelle: www.ridgeback.de

NEW`s

29.03.2017

Gute Nachrichten!
Wir haben Gazim auf 
Juvenile Myoklonische Epilepsie (JME) - PCR testen lassen und waren dafür bei Dr. Laube zur Probeentnahme! 
Das Ergebnis von LABOKLIN viel zu unserer vollsten Zufriedenheit aus!
Gazim trägt das Gen NICHT und kann es somit auch nicht weitervererben!